Peer-Mentorin & Speakerin für Psychische Gesundheit

Gelebte Erfahrung. Professionell übersetzt.

Expertise

Über Mich

Meine Geschichte erklärt, warum ich heute nicht mehr schweige.

Ich kenne psychische Krisen nicht nur aus Büchern. Ich kenne das Funktionieren, das Verstummen und die Hoffnung, dass irgendwann jemand kommt und alles verändert. Heute weiß ich: Wir tragen keine Schuld an dem, was uns widerfahren ist. Doch wir dürfen Schritt für Schritt zurückholen, was heute in unserer Hand liegt.

Meine Haltung

Betroffenheit ist für mich kein Beweis von Kompetenz. Entscheidend ist, wie reflektiert, verantwortungsvoll und professionell gelebte Erfahrung übersetzt wird.

Funktionieren war nicht dasselbe wie heilen.

Eine sinnvolle Aufgabe gab meinem Alltag viele Jahre Stabilität. Ich baute eine Selbstständigkeit auf, löste mich vom Jobcenter und lebte als digitale Nomadin. Nach außen hatte ich vieles geschafft, was mir zuvor niemand zugetraut hatte.

Doch ich hatte vor allem gelernt, weiterzumachen. Die Ursachen meiner wiederkehrenden Krisen, meine Beziehungsmuster und meine fehlenden Grenzen blieben weitgehend unberührt. 2024 brach dieses System zusammen.

Mein Wendepunkt war nicht der Moment, in dem plötzlich alles gut war. Es war der Moment, in dem ich aufhörte, auf Rettung zu warten und begann, Hilfe als Teil meiner Verantwortung anzunehmen.

Nicht nur Stationen. Ein gelebter Weg.

Zwischen Aufbruch, Zusammenbruch und neuer Klarheit.

Meine Geschichte

Krisen, Entscheidungen und Wendepunkte.

Meine Geschichte ist keine gerade Erfolgslinie. Sie zeigt, wie sich Überlebensstrategien, Rückschläge und kleine Entscheidungen über viele Jahre zu einem neuen Weg verbunden haben.

Kindheit & Jugend

Früh lernen, stark zu sein

Psychische Gewalt zwischen meinen Eltern, sexueller Missbrauch und die Flucht ins Frauenhaus prägen meine ersten Lebensjahre. Später folgen Mobbing und das Gefühl, mit meinem Erleben allein zu sein.
Ich entwicklte Strategien, die mich schützen: funktionieren, anpassen, Verantwortung übernehmen. Was mir damals hilft, wird später selbst zur Belastung.
2009

Diagnose Depression

Mit 19 Jahren bekommt mein inneres Erleben erstmals einen Namen. Doch eine Diagnose beantwortet noch nicht die Frage, wie ein eigenes, lebenswertes Leben entstehen kann.
Ich begann zu verstehen, dass meine Erschöpfung und Verzweiflung keine Charakterschwäche sind, finde aber noch keinen tragfähigen Weg heraus und werde in den kommenden Jahren zur "Drehtür-Patientin" in der Psychiatrie.
2013

Zwei Suizidversuche und ein Urteil über meine Zukunft

Nach zwei Suizidversuchen innerhalb von vier Wochen werde ich als arbeitsunfähig eingeordnet. Aus einer Einschätzung wird in meinem Kopf ein Urteil: Mehr ist für mich in diesem Leben offenbar nicht vorgesehen.

Die Ohnmacht seit meiner Diagnose  "Depression" wird größer. Ich erhalte die Daignose "Borderline".

2015

Ein weiterer Suizidversuch & eine Aufgabe, die mich stabilisiert

Ein weiterer Suizidversuch erschüttert mein Leben. Gleichzeitig gibt mir ein selbst aufgebauter Fanblog erstmals wieder Struktur, Sinn und einen Grund, morgens aufzustehen.

 

Ich erlebe zum ersten Mal bewusst: eine für mich sinnvolle Aufgabe  & mein eigenes Handeln verändern etwas. Selbstwirksamkeit beginnt nicht groß, sondern mit einer Aufgabe, die für mich heute möglich ist.

2016

Aus einem Blog wird eine Selbstständigkeit

Aus dem Support einer weiteren Band entwickelt sich schließlich eine ungeplante Selbstständigkeit als Bandmangagerin. Ich bringe mir neue Fähigkeiten bei und baue Schritt für Schritt etwas Eigenes auf.
Ich erkenne, dass in mir mehr steckt als die Rolle der Kranken. Die Selbstständigkeit gibt mir Stabilität. Sie verdeckt aber auch, welche Ursachen für meine psychischen Erkrankungen noch nicht aufgearbeitet sind.
2019

Der Weg aus dem Leistungsbezug

Mit meiner Selbstständigkeit als Freelancerin für Webdesign gelingt mir der finanzielle Absprung vom Jobcenter. Was lange für mich unmöglich schien, wird Realität.

 

Dieser Schritt verändert mein Selbstbild: Ich bin nicht auf die Grenzen festgelegt, die andere oder ich selbst mir zugeschrieben haben.

2021 - 2024

Ein Leben als digitale Nomadin

Ich lebe und arbeite ortsunabhängig. Nach außen habe ich mir ein freies Leben aufgebaut, das kaum zu meiner früheren Diagnose "Depression" passt. Doch Freiheit im Außen heilt nicht automatisch das, was im Inneren weiterwirkt. Ich kann reisen, arbeiten und funktionieren – ohne mich wirklich sicher zu fühlen.
September 2023

Das Erdbeben in Marrakesch

Ich erlebe das schwere Erdbeben in Marrakesch unmittelbar mit. Statt den Schock zu verarbeiten, sage ich mir und anderen: „Mir geht es gut“ – und funktioniere weiter. In den folgenden Monaten zeigt mein Körper, was ich selbst nicht wahrhaben will. Die vermeintliche Stabilität bekommt erste tiefe Risse.
August - Oktober 2024

4. Suizidversuch in Georgien

Zwei schwere depressive Phasen in 2024 münden in einen Suizidversuch in Georgien. In der Notaufnahme in Batumi wird mir schmerzhaft klar: Menschen können mir eine helfende Hand reichen, doch kein Mensch kann die Entscheidung für mein Leben an meiner Stelle treffen. Zum ersten Mal schreibe ich öffentlich auf Facebook über meine Depressionen. Diese Offenheit und das Feedback bewegen mich dazu, zunächst einen Blog über meinen eigenen Genesungsprozess zu starten. Nach dem Suizidversuch bitte ich meine Familie um Hilfe, kehre nach Deutschland zurück und suche professionelle Unterstützung. Nicht alles allein zu schaffen wird zu einem Teil meiner Selbstverantwortung.
Frühjahr 2025

Diesmal handle ich früher

Während ich auf der Suche nach einem Therapieplatz bin, verschlechtert sich meine psychische Gesundheit erneut massiv: Ich selbst nehme gar nicht wahr, wie sich eine emotionale Abhängigkeit entwickle und einem anderen Menschen Schaden zufüge. Erneut treten starke die Suizidgedanken auf, doch diesmal warte ich nicht bis zum nächsten Versuch: Ich hole mir Hilfe und lasse mich freiwillig stationär aufnehmen. Dieser äußere Moment sieht vielleicht klein aus. Innerlich ist er riesig: Ich unterbreche einen zwölf Jahre alten Kreislauf und erfahre, dass ich mich selbst schützen kann.
Oktober 2025

Aus Erfahrung wird Peer-Arbeit

Durch meinen 2024 gestarteten Blog und dem öffentlichen Umgang auf Social Media erreichen mich immer mehr Feedback und Fragen von anderen Betroffenen. Zum Ende meiner stationären Therapie im Frühjahr 2025 und in den Wochen danach frage ich mich, ob meine gemachten Erfahrungen anderen Betroffenen helfen können. Ich richte meine Selbstständigkeit neu aus und begleite Menschen als Peer-Mentorin für psychische, seelische und mentale Gesundheit. Meine Geschichte wird nicht länger nur etwas, das ich überlebt habe. Reflektiert und verantwortungsvoll übersetzt wird sie zu Orientierung für andere.
Heute

Aus der Krise. In die Kraft

Als Peer-Mentorin, Speakerin und Bloggerin spreche ich über Selbstverantwortung ohne Schuld, psychische Krisen und die Kraft kleiner Schritte. Ich stehe nicht für ein perfektes Leben ohne Rückschläge. Ich stehe für die Erfahrung, dass Vergangenheit erklärt, warum wir hier sind – aber nicht entscheiden muss, wohin wir gehen.

Heute stehe ich nicht hier, weil ich nie wieder falle.

Ich stehe hier, weil ich gelernt habe, mich früher aufzufangen, Unterstützung anzunehmen und meinen nächsten Schritt nicht mehr aus der Hand zu geben.

Warum ich heute diese Arbeit mache

Aus persönlicher Erfahrung wird Verantwortung.

Meine Geschichte ist kein Selbstzweck. Sie ist die Grundlage dafür, Menschen zu erreichen, die sich in klassischen Botschaften oft nicht wiederfinden – und Organisationen eine Perspektive zugänglich zu machen, die in Konzepten und Kennzahlen leicht verloren geht.

Wenn du selbst betroffen bist

Du musst dich bei mir nicht erst erklären.

Ich weiß, wie schwer es sein kann, Hilfe anzunehmen, wenn Scham, Erschöpfung oder frühere Erfahrungen im Weg stehen. Ich verspreche dir keine Rettung. Aber ich begegne dir ohne Bewertung – und mit dem tiefen Vertrauen, dass auch in einer schweren Situation ein nächster möglicher Schritt existieren kann.

Wenn Sie Verantwortung für Menschen tragen

Hinter jedem Ausfall steht ein Mensch, der oft lange funktioniert hat.

Ich übersetze gelebte Krisenerfahrung in eine Sprache, die Führungskräfte, Teams, Kliniken und Organisationen handlungsfähiger macht. Nicht anklagend und nicht therapeutisch – sondern ehrlich, fachlich klar und nah an dem, was Betroffene häufig nicht aussprechen können.

Ich gebe meiner Geschichte eine Stimme.

Als Peer-Mentorin, Speakerin und Bloggerin verbinde ich persönliche Tiefe mit professioneller Klarheit. Ich spreche über psychische Gesundheit, Selbstverantwortung ohne Schuld und darüber, warum Veränderung selten mit einem großen Plan beginnt – sondern mit einem kleinen Schritt, der wirklich möglich ist.

Claudia Mecklenburg

Peer-Mentorin · Speakerin · Autorin

Verbunden bleiben

Vielleicht beginnt Kraft nicht mit Stärke.

Vielleicht beginnt sie mit dem ehrlichen Satz: So wie es gerade ist, kann es nicht bleiben. Und mit der Frage: Welcher kleine Schritt ist heute möglich?