Der Februar 2026 war für mich ein Monat, der mich leise, aber grundlegend verändert hat. Die schwere Erkrankung meiner Mutter hat mich mit Endlichkeit konfrontiert – und gleichzeitig mit einer inneren Ruhe, die ich so von mir noch nicht kannte. Während draußen vieles unsicher wirkte, blieb ich im Inneren klar und habe begonnen, mein eigenes Leben noch bewusster zu führen. Aus dieser Haltung heraus sind Entscheidungen entstanden: für meine Gesundheit, für mein erstes Buch und für eine klarere Struktur in meinem Business. Wenn ich diesen Monat in einen Satz fasse, dann in diesen: In der Ruhe liegt die Kraft.
Februar 2026: Wenn Endlichkeit plötzlich real wird
Seit dem 14. Februar 2026 liegt meine Mama aufgrund ihrer schweren COPD auf der Intensivstation. Für einige Tage wurde sie sogar ins künstliche Koma versetzt. Als ich sie das erste Mal dort gesehen habe – mit all den Schläuchen, Kabeln und Monitoren – war da für einen kurzen Moment ein klarer Gedanke: Sie könnte sterben.
Besonders real wurde es, als der Arzt meinen Bruder und mich nach einer Patientenverfügung fragte. Es gibt keine. Und plötzlich standen wir vor Entscheidungen, bei denen man nur hoffen kann, im Sinne eines geliebten Menschen zu handeln. Dieser Moment war kein dramatischer Film – er war nüchtern, ernst und sehr erwachsen.
Gleichzeitig hat mich diese Situation auf eine Weise geprägt, mit der ich selbst nicht gerechnet hätte. Sie hat mich mit meiner eigenen Endlichkeit konfrontiert. Mit der Frage, wie ich meine verbleibende Lebenszeit nutzen möchte. Und mit der Entscheidung, Verantwortung für meine eigene Gesundheit noch bewusster zu übernehmen.
Was sich in diesen Wochen jedoch am stärksten verändert hat, ist meine Beziehung zu meiner Mama. Ich spüre eine Tiefe von Liebe, die ich früher so klar nicht wahrgenommen habe. Ich sage ihr heute Dinge, die ich ihr vorher nie in dieser Selbstverständlichkeit gesagt habe: dass ich sie liebe, dass ich sie bewundere, dass ich dankbar bin, ihre Tochter zu sein.
Vielleicht liegt genau darin die größte Erkenntnis dieses Monats: Endlichkeit macht nicht alles dramatisch. Manchmal macht sie alles klar.
Mein Umgang mit Krisen im Februar 2026: Selbstführung statt Drama
Was mich im Februar 2026 selbst am meisten überrascht hat, waren nicht die äußere Situationen – sondern mein Umgang damit.
Als meine Mama ins künstliche Koma versetzt wurde, habe ich am ersten Abend zu Hause alle Gefühle zugelassen, die aufploppten: Trauer, Angst, Scham, Schuld, Liebe. Ich habe geweint, geschrieben, gefühlt – ohne mich zu kontrollieren und ohne mich hineinzusteigern. Danach wurde es still in mir. Klar. Seitdem bin ich nicht in Worst-Case-Szenarien abgerutscht, wie ich es früher vielleicht getan hätte. Die Angst war da – besonders beim ersten Anblick auf der Intensivstation – aber sie hat mich nicht übernommen. Ich habe gemerkt: Ich kann mich selbst führen.
Ganz ähnlich war es bei einem anderen Ereignis Anfang Februar 2026. Nach einem Zwischenfall über Weihnachten 2025 mit den anderen Admins der ursprünglichen Facebook-Gruppe zur Kampagne „GIB DEPRESSIONEN EIN GESICHT“ wurde ich Ende Januar ohne Vorwarnung aus der FB-Gruppe als Admin entfernt und für diese komplett gesperrt. Früher hätte mich so etwas über mehrere Wochen emotional komplett aus der Bahn geworfen. Dieses Mal habe ich auch hier erst meine Gefühle zugelassen – und sie nicht bewertet.
Noch am selben Abend habe ich mich hingesetzt, reflektiert und entschieden, wie ich weitergehen möchte. Ich fragte mich, ob ich die Social Media Kampagne überhaupt weiterführen möchte oder ob ich mich komplett auf den Aufbau meiner Selbstständigkeit als Peer-Mentorin fokussieren sollte. Ich fragte mich weiterhin, wenn ich die Social Media Kampagne weiterführe, ob mit oder ohne Facebook Gruppe. Und ich nahm mir wirklich Zeit zu fühlen, was ich wirklich für mich will.
Das Ergebnis: Die Kampagne geht definitiv weiter und zwar mit einer eigenen Facebook-Gruppe, die sich langsam mit den richtigen Menschen füllt.
Für mich war das ein entscheidender Unterschied. Ich bin niemandem hinterhergelaufen. Ich habe nicht gekämpft, nicht diskutiert und nicht versucht, Zugehörigkeit zu erzwingen. Stattdessen habe ich im Laufe dieses Monats bewusst das Muster losgelassen, Menschen festhalten zu wollen, die gehen möchten. Und ich habe mich entschieden, meine Energie auf die Menschen zu richten, die bleiben.
Vielleicht ist genau das für mich Selbstführung: nicht hart werden, nicht kalt werden – sondern ruhig bleiben und Verantwortung übernehmen. Auch dann, wenn es unbequem ist.
Februar 2026: Ich schreibe mein erstes Buch
Neben all dem, was im Außen passiert ist, hat sich im Februar etwas sehr Konkretes in mir bewegt: Ich habe begonnen, meinen Traum vom eigenen Buch nicht länger aufzuschieben.
Während meine Mama im Februar 2026 im künstlichen Koma lag, liefen ihre Buchverkäufe weiter. Dieser Gedanke hat mich tief berührt. Etwas, das sie erschaffen hat, wirkt weiter – unabhängig von ihrer aktuellen körperlichen Situation. Das hat mir noch einmal sehr klar gezeigt, was Schreiben wirklich bedeutet: Es ist nicht nur Ausdruck. Es ist Vermächtnis. Es bleibt.
Vielleicht war genau das der Moment, in dem mein inneres Zögern leiser wurde. Die Buchideen trage ich schon seit Jahren in mir. Doch im Februar habe ich endlich den Mut gefunden, sie konkret zu machen. Ich habe den Titel ausgearbeitet, ein erstes Cover gestaltet und mir selbst einen klaren zeitlichen Rahmen gesetzt: Die Veröffentlichung ist für Herbst 2026 geplant.
Seitdem steht dieses Cover vor mir. Nicht als Druck. Sondern als Erinnerung: Meine Zeit ist endlich. Und wenn ich etwas sagen will, dann darf ich jetzt beginnen.
Wer meinen Newsletter abonniert hat, wird als erstes erfahren, sobald es konkrete Informationen gibt. Und vielleicht teile ich dort vorab schon den ein oder anderen gedanklichen „Happen“ aus dem Manuskript – nicht als Marketing, sondern als Einblick in einen Prozess, der gerade wächst.
Für mich ist dieses Buch kein Prestigeprojekt. Es ist ein Ausdruck von Verantwortung. Für meine Geschichte. Für meine Haltung. Und vielleicht auch für die Menschen, die – so wie ich früher – nach einem ehrlichen Weg suchen, der nicht laut ist, aber trägt.
Überarbeitung von Website & Produkten
Der Februar 2026 hat mich nicht nur emotional, sondern auch strukturell sortiert. Während im Außen vieles unsicher wirkte, habe ich begonnen, mein Business noch einmal grundlegend zu überdenken. Nicht aus Aktionismus. Sondern aus Klarheit.
Mir ist bewusst geworden, dass ich langfristig denken möchte. Dass ich nicht nur reagieren, sondern gestalten will. Deshalb überarbeite ich aktuell meine komplette Website – inhaltlich wie strukturell. Auch die Blogstruktur verändert sich leicht, damit sie stimmiger zu meiner heutigen Haltung passt.
Gleichzeitig schaue ich mir meine bestehenden und geplanten Produkte noch einmal ehrlich an. Was passt wirklich zu mir? Was ist Ausdruck meiner inneren Entwicklung – und was vielleicht noch ein Überbleibsel aus einer Phase, in der ich anders unterwegs war? Diese Fragen sind nicht laut, aber sie sind konsequent.
Für mich fühlt sich diese Überarbeitung nicht wie „Optimierung“ an. Eher wie Aufräumen. Klären. Reduzieren auf das, was bleibt.
Und vielleicht ist genau das die leise Parallele zu diesem Monat insgesamt: Wenn im Außen vieles ins Wanken gerät, wird im Inneren sichtbar, was wirklich Substanz hat.
Was im Februar 2026 sonst noch los war
- Ich habe meinen eigenen WhatsApp-Kanal „Depressionen sind die Sprache der Seele“ gegründet. Dort teile ich künftig Impulse, Gedanken und ehrliche Einblicke – ruhig und ohne Druck.
- Unsere Katzenoma Lilly war beim Tierarzt, wo eine Niereninsuffizienz festgestellt wurde. Dank der Medikamente geht es ihr inzwischen wieder richtig gut – was mich sehr erleichtert.
- Für meine Anti-Stigma-Kampagne „GIB DEPRESSIONEN EIN GESICHT“ arbeite ich im Hintergrund aktuell an zwei bis drei Kooperationen. Es fühlt sich stimmig an, das Thema auf neue Weise weiterzutragen.
- Ich bin Mitglied bei der DepressionsLiga e. V. und habe mich für März für den Workshop „Großformatiges Malen“ in Mülheim an der Ruhr angemeldet. Ich freue mich darauf, mich kreativ noch einmal anders auszudrücken.
- Außerdem hatte ich ein wunderbares Erstgespräch zur möglichen Teilnahme an der MUT-Tour. Im April werde ich bei einem Kennlern-Wochenende dabei sein und bin gespannt, was daraus entsteht.
Diese Bücher habe ich im Februar 2026 gelesen
- Geld verdienen mit Schreiben* von Joanna Penn.
- Der Millionär und der Mönch* von Julian Hermsen.
Mein Ausblick auf März 2026
- Ich werde mich intensiver mit dem Thema Patientenverfügung auseinandersetzen. Verantwortung bedeutet für mich auch, unbequeme Themen bewusst anzugehen.
- Meine eigene physische Gesundheit bekommt weiterhin einen klaren Fokus. Kleine, konsequente Schritte sind mir hier wichtiger als große Vorsätze.
- Ich schreibe weiter an meinem Buch und vertiefe die ersten Kapitel. Der Prozess darf wachsen – in meinem Tempo.
- Die Überarbeitung meiner Website und meiner Angebote führe ich strukturiert fort. Klarheit nach außen beginnt für mich mit Klarheit im Inneren.
- Und ich werde wieder aktiver auf Social Media sein. Nicht lauter – sondern bewusster und präsenter.






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