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	<title>Peer-Arbeit | Claudia Mecklenburg</title>
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	<title>Peer-Arbeit | Claudia Mecklenburg</title>
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		<title>Wie läuft eine Peer-Beratung ab? — Kein Skript, kein Ablauf, keine Maske</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 04:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Peer-Arbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Die häufigste Frage vor einem ersten Gespräch ist keine Frage über Inhalte. Sie ist eine Frage über das, was auf einen zukommt: Wie läuft eine Peer-Beratung ab? „Was passiert da genau? Was muss ich mitbringen? Was wird von mir erwartet?&#8220; Und die ehrlichste Antwort, die ich geben kann, ist: nichts. Nichts, was du erfüllen musst. [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Die häufigste Frage vor einem ersten Gespräch ist keine Frage über Inhalte. Sie ist eine Frage über das, was auf einen zukommt: Wie läuft eine Peer-Beratung ab? „Was passiert da genau? Was muss ich mitbringen? Was wird von mir erwartet?"</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und die ehrlichste Antwort, die ich geben kann, ist: nichts. Nichts, was du erfüllen musst. Keine Vorbereitung, die du leisten müsst. Keinen richtigen ersten Satz, den du finden musst. Du kommst, wie du bist. Das ist genug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich dir in diesem Beitrag zeigen möchte, ist nicht ein Ablaufplan. Es ist ein ehrliches Bild davon, wie es sich anfühlt — damit du weißt, worauf du dich einlässt. Und damit die Schwelle, anzufragen, ein bisschen kleiner wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Kennenlerngespräch — kein Bewerbungsgespräch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor wir in eine Beratung oder ein längeres Begleitprogramm gehen, <a href="https://www.digistore24.com/product/695415" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gibt es ein Kennenlerngespräch</a>. Etwa 30 Minuten. Per Zoom — mit oder ohne Kamera, ganz wie es sich für dich richtig anfühlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Gespräch geht es nicht darum, dass ich prüfe, ob du „geeignet" bist. Und es geht auch nicht darum, dass du prüfst, ob mein Angebot deine Erwartungen erfüllt. Es geht darum, ob wir zueinander passen. Ob etwas zwischen uns stimmt — dieses schwer zu beschreibende Gefühl, dass jemand wirklich zuhört. Und dass du wirklich gehört wirst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erzähle kurz, wie ich arbeite. Du erzählst, was dich gerade bewegt — so viel oder so wenig, wie du möchtest. Wir schauen gemeinsam, ob und wie eine Begleitung Sinn machen könnte. Ohne Druck, ohne Entscheidung in diesem Moment.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die erste Session — was wirklich passiert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Session dauert 90 Minuten. Kein Skript. Kein Formular. Kein Ablaufplan, den ich abarbeite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was es gibt: meine vollständige Aufmerksamkeit. Die Bereitschaft, das zu hören, was gerade da ist — auch wenn es noch keine Worte hat. Auch wenn es sich widersprüchlich anfühlt. Auch wenn du selbst nicht genau weißt, was du brauchst.<br>Ich beginne fast immer mit einer einfachen Frage: Was bringt dich heute hierher? Nicht im Sinne von: Was ist dein Problem, das ich lösen soll. Sondern: Was ist gerade das Lauteste in dir?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal kommt da viel. Manchmal kommt wenig. Beides ist richtig. Ich führe das Gespräch — du musst es nicht managen. Und wenn du mittendrin nicht mehr kannst: Wir machen Pause. Oder wir enden früher. Es gibt kein „Durchhalten bis zum Schluss".<br>Am Ende einer Session gibt es keinen Aktionsplan mit fünf Punkten. Was es gibt: einen nächsten Schritt. Nur einen. Den kleinstmöglichen, der heute noch Sinn macht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was zwischen den Sessions passiert</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://claudia-mecklenburg.de/zusammenarbeit/peer-mentoring/" data-type="page" data-id="31">Wenn du mein langfristiges Peer-Mentoring buchst</a>, dann wartest du nicht alleine bis zum nächsten Termin. Das ist mir wichtig — weil ich selbst weiß, wie lang eine Woche sein kann, wenn man zwischendurch nirgendwo anklopfen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen unseren Gesprächen hast du die Möglichkeit, mir per WhatsApp und E-Mail Nachrichten zu schreiben — kurz, wenn etwas ist. Ich antworte nicht sofort, aber ich antworte innerhalb von mind. 48 Stunden. Und manchmal reicht es schon, etwas aufzuschreiben und abzuschicken — auch wenn die Antwort etwas später kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Programm gibt es außerdem ein Begleitprotokoll: ein gemeinsames Dokument, in dem wir festhalten, was besprochen wurde, welcher Schritt genommen wurde, was sich verändert hat. Nicht als Kontrolle — als Orientierung. Damit du siehst, wo du angefangen hast und wo du gerade bist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sich im Peer-Mentoring über ein Jahr verändert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich verspreche dir keine lineare Kurve. Keine Grafik, die gleichmäßig nach oben geht. Heilung verläuft nicht so. Das weißt du wahrscheinlich besser als ich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich nach drei Monaten beobachte: Die meisten Menschen, die mit mir arbeiten, beginnen zu spüren, dass sie einen Einfluss auf ihren Alltag haben. Nicht auf alles. Nicht immer. Aber irgendwo. In einem Abend. In einer Nacht. In einem Morgen, der ein bisschen leichter ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was nach zwölf Monaten das Ziel ist: Nicht, dass du mich brauchst. Sondern dass du weißt, was dir hilft. Dass du die Werkzeuge kennst, die zu dir passen — nicht zu einem Ideal. Und dass du einen Moment hattest, in dem du dir selbst gesagt hast: Das habe ich geschafft. Ich alleine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Moment ist das eigentliche Ergebnis meiner Arbeit. Kein PDF, kein Zertifikat. Dieser Satz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn das klingt, als könnte es das sein, was du gerade brauchst — <a href="https://claudia-mecklenburg.de/zusammenarbeit/" data-type="page" data-id="29">frag ein Kennenlerngespräch an</a>. <a href="https://claudia-mecklenburg.de/kontakt/" data-type="page" data-id="129">Oder schreib mir</a>, wenn du noch Fragen hast, wie eine Peer-Beratung abläuft.</p>
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		<title>Peer-Beratung oder Therapie? Was der Unterschied ist — und warum du vielleicht beides brauchst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 May 2026 04:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelle Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Peer-Arbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Frage kommt häufig. Manchmal direkt, manchmal verklausuliert: „Ist Peer-Beratung nicht eigentlich dasselbe wie Therapie?&#8220; Und ich verstehe, warum sie kommt. Weil beides mit dem Thema psychische Gesundheit zu tun hat. Weil beides Gespräche beinhaltet. Weil beides — im besten Fall — hilft. Aber es ist nicht dasselbe. Peer-Beratung oder Therapie &#8211; wo der Unterschied [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Frage kommt häufig. Manchmal direkt, manchmal verklausuliert: „Ist Peer-Beratung nicht eigentlich dasselbe wie Therapie?" Und ich verstehe, warum sie kommt. Weil beides mit dem Thema psychische Gesundheit zu tun hat. Weil beides Gespräche beinhaltet. Weil beides — im besten Fall — hilft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber es ist nicht dasselbe. Peer-Beratung oder Therapie - wo der Unterschied liegt und ob du vielleicht beides benötigst, möchte ich hier erklären. Nicht um das eine gegen das andere auszuspielen, sondern weil ich glaube: Viele Menschen brauchen beides. Manchmal zu unterschiedlichen Zeiten. Auf unterschiedliche Art.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Peer-Beratung oder Therapie sind keine Konkurrenten in der psychischen Gesundheit. Sie sind zwei Teile eines Puzzles, das im deutschen Versorgungssystem noch nicht vollständig ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Therapie leistet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Psychotherapie ist professionelle, klinisch ausgebildete Begleitung psychischer Erkrankungen. Therapeutinnen und Therapeuten haben jahrelange Ausbildung absolviert, arbeiten nach anerkannten Methoden und unterliegen ethischen wie rechtlichen Standards. Das ist wichtig. Das ist wertvoll. Das ist nicht verhandelbar, wenn eine klinische Behandlung gebraucht wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und gleichzeitig: Das deutsche Versorgungssystem hat ein strukturelles Problem. Wartezeiten auf einen Therapieplatz von sechs, zwölf, manchmal achtzehn Monaten sind keine Ausnahme — sie sind Normalzustand. Was passiert in dieser Zeit? Was passiert nach den 50 Minuten, die einmal pro Woche stattfinden — und danach kommt nichts?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was danach kommt, ist oft der schwerste Teil. Der Abend. Die Nacht. Der Tag nach der Sitzung, an dem das Besprochene noch nachhallt und niemand da ist, der die Stille aushält. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Therapie kann vieles. Was sie strukturell nicht kann: rund um die Uhr verfügbar sein. In den Momenten da sein, in denen gerade nichts geplant ist. Die Lücken füllen, die das System lässt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Peer-Beratung leistet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Peer-Beratung setzt dort an, wo Therapie oft aufhört. Nicht weil Therapie schlechter wäre — sondern weil sie anders gebaut ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich als Peer-Mentorin mitbringe, ist kein therapeutisches Werkzeug. Es ist gelebte Erfahrung. Das Wissen, das entsteht, wenn man selbst durch schwere Depression gegangen ist — mehrfach, über Jahre, mit allem, was dazugehört. Dieses Wissen schafft eine andere Art von Resonanz: keine klinische Distanz, keine Sprache, die Übersetzung braucht. Direkte Wiedererkennung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Peer-Beratung ist alltagsnah. Sie findet in der Sprache statt, die du selbst benutzt. Sie kennt das Gewicht des Körpers am Morgen, das Grübeln um Mitternacht, das Duschen als Erfolg. Ohne Erklärung. Ohne Einordnung in ein Diagnoseschema.<br>Und: Es gibt keine Warteliste. <a href="https://claudia-mecklenburg.de/zusammenarbeit/" data-type="page" data-id="29">Wer bereit ist, kann anfangen</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Peer-Beratung oder Therapie: Typische Situationen, in denen Peer-Beratung hilft</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In therapiefreien Phasen:</strong> Wenn kein Therapieplatz verfügbar ist und du trotzdem nicht alleine bleiben willst. Peer-Beratung ist kein Ersatz — aber sie ist eine Brücke, die trägt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Parallel zur laufenden Therapie:</strong> Viele meiner Klientinnen sind gleichzeitig in Therapie. Peer-Beratung ergänzt das, was in 50 Minuten pro Woche nicht Platz findet. Das Alltägliche. Das Abendliche. Das zwischen den Sitzungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abends und nachts:</strong> Wenn der Kopf nicht aufhört und niemand verfügbar ist. Nicht für akute psychiatrische Krisen — <a href="https://telefonseelsorge.de" target="_blank" data-type="link" data-id="https://telefonseelsorge.de" rel="noreferrer noopener">dafür gibt es die Telefonseelsorge (0800 111 0 111, kostenlos, 24h)</a>. Aber für die Schwere, die nicht Notfall ist, aber trotzdem da ist: dafür bin ich da.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nach dem Ende einer Therapie</strong>: Wenn die Behandlung abgeschlossen ist, aber das Gefühl bleibt — ich brauche noch jemanden, der bleibt. Nicht für immer. Aber noch ein Weilchen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wann Peer-Beratung nicht genug ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das sage ich klar und ohne Zögern: Es gibt Situationen, in denen Peer-Beratung nicht ausreicht. Und in denen ich sofort auf professionelle Hilfe verweise.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn du dich in einer akuten Krise befindest</strong> — wenn du dir selbst nicht sicher bist, wenn Suizidgedanken nicht als Hintergrundgeräusch, sondern als konkreter Plan vorhanden sind — dann brauchst du in diesem Moment mehr als mich. Die Telefonseelsorge erreichst du unter 0800 111 0 111 (kostenlos, 24 Stunden). Psychiatrische Notaufnahmen sind rund um die Uhr offen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn eine psychiatrische Erkrankung medizinische Behandlung braucht</strong> — Medikation, stationäre Betreuung, klinische Diagnostik — bin ich nicht die richtige Ansprechpartnerin. Ich sage das nicht als Absicherung. Ich sage es, weil ich selbst erfahren habe, was passiert, wenn man zu lange auf professionelle Hilfe verzichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Peer-Beratung oder Therapie? Die Entscheidung liegt bei dir, denn Peer-Beratung ist mächtig. Doch gleichzeitig hat sie ihre Grenzen. Diese Grenzen zu kennen und klar zu benennen ist Teil meines Versprechens an dich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du dir nicht sicher bist, <a href="https://claudia-mecklenburg.de/zusammenarbeit/" data-type="page" data-id="29">ob Peer-Beratung</a> das Richtige für dich ist — <a href="https://claudia-mecklenburg.de/kontakt/" data-type="page" data-id="129">schreib mir</a>. Wir schauen gemeinsam, ob und wie ich dich begleiten kann.</p>
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		<title>Was ist Peer-Mentoring für Depression? — Und warum ich es für eines der wichtigsten Konzepte der psychischen Gesundheit halte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Claudia]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 04:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelle Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Peer-Arbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn ich jemandem erzähle, was ich mache, kommt oft dieselbe Frage. Manchmal sofort, manchmal nach einer kurzen Pause: „Peer-Mentoring für Depression — was ist das genau?“ Und ich merke jedes Mal, dass ich nicht mit einer Definition antworten will. Weil eine Definition das Wichtigste weglässt. Was ich tue, lässt sich in einem Satz beschreiben: Ich [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich jemandem erzähle, was ich mache, kommt oft dieselbe Frage. Manchmal sofort, manchmal nach einer kurzen Pause: „Peer-Mentoring für Depression — was ist das genau?“ Und ich merke jedes Mal, dass ich nicht mit einer Definition antworten will. Weil eine Definition das Wichtigste weglässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich tue, lässt sich in einem Satz beschreiben: Ich begleite Menschen in emotionalen Krisen — nicht weil ich ein Studium abgeschlossen habe, sondern weil ich selbst dort war. Weil ich weiß, wie sich der Boden anfühlt, wenn er nicht mehr da ist. Und weil ich aus eigener Erfahrung kenne, was hilft und was eben nicht hilft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Peer-Mentoring ist in Deutschland noch kaum bekannt. In anderen Ländern — den USA, Großbritannien, den Niederlanden — ist es längst ein anerkannter Teil der psychiatrischen Versorgung. Hier fehlt dieses Konzept noch weitgehend. Was bedeutet: Viele Menschen, die es brauchen würden, wissen gar nicht, dass es existiert.<br>Dieser Beitrag ist mein Versuch, das zu ändern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet „Peer" eigentlich?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wort „Peer" kommt aus dem Englischen und bedeutet schlicht: Gleichgestellter, jemand aus derselben Gruppe. Im Kontext der psychischen Gesundheit heißt das: eine Person, die selbst Erfahrung mit psychischer Erkrankung hat — und diese Erfahrung bewusst in die Begleitung anderer einbringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Begriff hat seinen Ursprung in der internationalen Psychiatrie-Reform der 1970er und 80er Jahre. Damals entstand die Idee, dass Menschen mit eigener Psychiatrieerfahrung mehr sein können als Patientinnen — dass ihre gelebte Erkenntnis ein eigenständiger Wert ist, der im Versorgungssystem fehlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Peer-Mentoring für Depression ist keine Laienberatung. Es ist eine Form der Begleitung, die auf einem spezifischen Wissen basiert — dem Wissen, das entsteht, wenn man etwas am eigenen Körper, am eigenen Geist, in der eigenen Nacht durchlebt hat. Dieses Wissen ist nicht angeeignet. Es sitzt tiefer als das.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Peer-Mentoring für Depression kann — und was nicht</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Peer-Mentoring für Depression kann:</strong> emotionale Resonanz herstellen. Das Gefühl, das entsteht, wenn jemand sagt „Ich kenne das" — und man spürt, dass es stimmt. Nicht aus einem Lehrbuch. Aus der eigenen Geschichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Peer-Mentoring kann:</strong> in den Lücken des Systems da sein. In den Stunden zwischen den Therapiesitzungen. Abends, wenn der Kopf nicht aufhört. In Phasen, in denen kein Therapieplatz verfügbar ist oder eine Behandlung gerade pausiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Peer-Mentoring kann:</strong> konkrete, alltagsnahe Begleitung bieten. Nicht mit Methoden, die abstrakt klingen — sondern mit kleinen, beweisbaren Schritten. Eine Sache. Heute Abend. Spürbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span style="text-decoration: underline;">Peer-Mentoring kann nicht:</span></strong> Therapie ersetzen. Diagnosen stellen. Medizinisch behandeln. Krisen psychiatrisch auffangen. Das sind Aufgaben, für die professionelle Ausbildung notwendig ist — und für die ich ausdrücklich auf professionelle Hilfe verweise, wenn sie gebraucht wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum gelebte Erfahrung manchmal mehr trägt als Fachwissen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt einen Unterschied, der kaum zu erklären ist — und den man trotzdem sofort spürt: den Unterschied zwischen jemandem, der weiß, wie Depression funktioniert, und jemandem, der weiß, wie sie sich anfühlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wissen aus Büchern ist wertvoll. Wissen aus Studien ist wichtig. Aber es erklärt nicht, wie sich drei Uhr morgens anfühlt, wenn der Körper erschöpft ist und der Kopf trotzdem nicht aufhört. Es beschreibt nicht, wie schwer es ist, unter der Dusche zu stehen und nicht zu wissen, warum das gerade alles kostet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gelebte Erfahrung trägt auf eine andere Weise. Sie schafft etwas, das ich Resonanz nenne: das Gefühl, dass jemand nicht nur versteht, was man sagt — sondern auch, was man nicht sagt. Was man nicht in Worte fassen kann. Was man sich vielleicht nicht einmal selbst eingestehen will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Peer-Mentoring für Depression ist kein Ersatz für therapeutisches Fachwissen. Es ist eine Ergänzung, die im System fehlt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Für wen ist Peer-Mentoring für Depression geeignet?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Peer-Mentoring ist geeignet für Menschen, die in emotionalen Krisen feststecken und das Gefühl haben: Ich wurde noch nie wirklich verstanden. Für Menschen, die Therapie gemacht haben — und trotzdem etwas vermissen, das Therapie nicht geben konnte. Für Menschen, die erst beginnen, sich Hilfe zu holen, und einen niedrigschwelligen, sicheren Einstieg suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist keine geeignete Unterstützung in akuten psychiatrischen Krisen, die sofortige professionelle Intervention brauchen. Wenn du gerade nicht weißt, ob du sicher bist: Ruf die 0800 111 0 111 an — die <a href="https://www.telefonseelsorge.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Telefonseelsorge ist kostenlos, rund um die Uhr erreichbar</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Peer-Mentoring für Depression funktioniert am besten als Ergänzung zu laufender Therapie oder als Brücke in Phasen, in denen keine Therapie verfügbar ist. Es ist kein Entweder-oder. Es ist ein Und.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du mehr darüber wissen möchtest, <a href="https://claudia-mecklenburg.de/zusammenarbeit/" data-type="page" data-id="29">wie Peer-Mentoring bei mir aussieht </a>oder wenn du einfach neugierig bist, ob das für dich passen könnte: <a href="https://claudia-mecklenburg.de/kontakt/" data-type="page" data-id="129">Schreib mir.</a></p>
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