3 Tipps für die Vorbereitung auf deinen erfolgreichen Rauchstopp

von | Apr 12, 2021 | Rauchen aufhören | 0 Kommentare

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“Mit dem Rauchen aufhören ist kinderleicht. Ich habe es schon hunderte Male gemacht.” Dies soll der berühmte Autor Mark Twain einst gesagt haben.

Und falls Du als Raucher bereits einige gescheiterte Versuche hinter dir hast, kannst Du mir sicherlich zustimmen: Der Rauchstopp selbst ist wirklich super easy – im Prinzip hörst Du ja jedes Mal auf zu rauchen, sobald Du eine Zigarette ausdrückst. Die wahre Herausforderung liegt darin, sich nicht die nächste Zigarette anzuzünden. 

Tatsächlich ist die Rückfallquote bei einem Rauchstopp deutlich höher, wenn Du dich nicht auf deinen Rauchstopp vorbereitet hast. Denn durch diese Vorbereitung programmierst Du vor allem dein Unterbewusstsein auf eine glückliche Zeit als Ex-Raucher. Wie Dir eine gute und solide Vorbereitung für deinen Rauchstopp gelingt, erfährst Du in diesem Beitrag. 

1. Dein Ziel richtig formulieren und setzen

Da Du diesen Beitrag bereits liest, hast Du dein Ziel ja schon ins Auge gefasst. Ich gehe jedenfalls einmal stark davon aus, dass Du mit dem Rauchen aufhören willst. Zu deiner Zielsetzung solltest Du Dir jedoch einige Gedanken machen. Denn mit einer falschen Formulierung oder einem falsch gesetzten Ziel kannst Du Dir deinen Rauchstopp auch stark selbst erschweren. Hier kommen kurz und knackig 3 meiner besten Tipps zur richtigen Zielsetzung.

Nr. 1: Schreibe Dir Dein Ziel handschriftlich auf 

Ganz nach dem Motto “Wer schreibt der bleibt”, denn alles was wir handschriftlich festhalten, verfestigt sich viel stärker als wenn wir es uns “nur” vorsagen oder im Geist denken. Die Karte auf der Du dieses Ziel schriftlich festhältst, kannst Du auch wunderbar als Anker mit dir herumtragen. Ich nutze hierzu entweder die kleinen Karteikarten bzw. habe ich mir für meine Coachees (und für mich) eigene Karten produzieren lassen. 

Nr. 2: Formuliere Dein Ziel ganz genau

Unser Gehirn denkt ausschließlich in Bildern. Wenn Du jetzt an deine Haustür denkst, hast Du ein Bild im Kopf. Wenn Du an das Logo deiner Zigarettenmarke denkst, hast Du ein Bild im Kopf. Wenn Du an dein Lieblingsessen denkst, hast Du ein Bild im Kopf.

Stell Dir daher bei deiner Zielformulierung bildlich in schillernden Farben vor, Du hättest dein Ziel bereits erreicht. Beschreibe in bildhaften und emotionalen Worten, was Du in deinen Gedanken siehst:

  • Was hat sich dadurch bei dir verändert, dass Du aufgehört hast zu rauchen?
  • Was/Wie hat sich dein Umfeld verändert? Spricht dich dieses auf deine Erfolge an? Was sagen Personen aus deinem direkten Umfeld zu dir? 
  • Kannst Du anhand von sichtbaren Veränderungen erkennen, dass Du aufgehört hast zu rauchen? Du hast vielleicht nie wieder Probleme mit Brandflecken auf der Kleidung oder hast eine bessere Haut bekommen? Vielleicht auch ein wenig mehr Farbe im Gesicht, weil deine Durchblutung sich verbessert hat?
  • Welche unsichtbaren Veränderungen gibt es durch deinen Rauchstopp? Ist beispielsweise eine bessere Kondition vorhanden, weniger Stress im Alltag oder ist dein Selbstwert gestiegen, weil Du dieses Ziel erreicht hast?

Je genauer Du dir die Zukunft, in der Du Dein Ziel bereits erreicht hast, ausmalst: Umso genauer wird dein Ziel. Also stell dir in schillernden Farben vor, wie sich dein Leben ohne Zigaretten verbessert. Nutze hierfür zu 100% positive Bilder! 

Nr. 3: Vermeide bei der Formulierung Negationen und folgende Wörter

Denke positiv, wenn Du dein Ziel vom Leben als Ex-Raucher formulierst. Und wie formulierst Du ein positives Ziel? Ganz einfach, in dem Du Negationen wie “Nicht” und “Kein” weglässt. Denn: Denke jetzt bitte NICHT an Zigaretten! Wenn Du sowieso schon dabei bist, dann denke auch NICHT an die wundervollen Momente in denen du gerne rauchst und denke auf gar KEINEN Fall an einen rosa Elefanten.

Was genau hast Du bei den letzten 3 Sätzen vor Augen? Sehr wahrscheinlich deine Schachtel Zigaretten, die irgendwo in deiner Umgebung liegt, sowie einen dieser wundervollen Momente in denen Du (angeblich) gerne geraucht hast und eben einen rosa Elefanten, der so gar nicht in das Bild passt. 

Wie im vorherigen Tipp schon erwähnt, denkt unser Geist ausschließlich in Bildern und mit Negationen wie “Nicht” und “Kein” kann unser Geist daher absolut nichts anfangen. Wenn Du Dir also z. B. das Ziel setzt “Ich will NICHT rauchen” und dieses BEWUSST denkst, denkt dein Unterbewusstsein eben “Ich will rauchen”.

Formuliere deine Ziele also positiv und unbedingt in der Gegenwart. Denn mit Formulierungen wie z. B. “Ich bin glücklich und dankbar, dass ich ab sofort mit dem Rauchen aufhöre” oder “Ich habe erreicht, dass ich ein glückliches Leben ohne Zigaretten lebe.” verpflichtest Du dich selbst zur Erreichung dieses Ziels und programmierst dein Unterbewusstsein auf dieses. 

2. Unterbewusstsein / Schweinehund beim Rauchstopp zum Unterstützer machen

Immer wieder liest/hörst Du von anderen Rauchern oder frisch gestarteten Ex-Rauchern, dass der Kampf gegen den inneren Schweinehund extrem schwer ist und/oder dieser unheimlich lange dauert.

Kurze knappe Erklärung zum Schweinehund: Dieser ist eine Instanz in deinem Unterbewusstsein, welches dich “überleben” lässt. Primär handelt es danach, dich vor Gefahren zu beschützen. Und ein Leben ohne Zigarette ist für dein Unterbewusstsein/deinen Schweinehund erst einmal außerhalb seiner gewohnten Komfortzone und stellt somit eine potentielle Gefahr da. Denn bisher hast Du ja auch mit Zigaretten ganz gut “überlebt”.

An erster Stelle also: Dein Schweinehund ist gar nicht so böse, wie es Dir vielleicht erscheint. Er will Dich einfach nur vor einer unbekannten Gefahr beschützen. Das ein Leben ohne Zigarette viel geiler ist und vielleicht sogar zu mehr Glück führt, als deine aktuelle Komfortzone, weiß er ja nicht. 

Mit verschiedenen Mentaltechniken kannst Du dein Unterbewusstsein bereits vor dem Rauchstopp von einem glücklichen Leben ohne Zigarette überzeugen und ihn somit zu einem Unterstützer für dein Ziel machen. Denn wenn Du deinen Schweinehund auf deiner Seite hast, ist der Rauchstopp wirklich mit einer Leichtigkeit verknüpft, die Du Dir jetzt vielleicht noch gar nicht vorstellen kannst. Nach dem körperlichen Nikotin-Entzug war es bei mir wirklich super einfach – ich hatte keinerlei Schmacht, kein Verlangen, so gut wie keine Gedanken an Zigaretten und das obwohl im Haushalt noch geraucht wurde. 

Es gab tatsächlich auch nur eine einzige Begegnung mit meinem “alten” Unterbewusstsein: Diese ist jedoch mit einem kleinen Lehrgeld sehr glimpflich ausgefallen: Etwa im 3. Monat meines rauchfreien Lebens stand ich in einer emotionalen Stresssituation beim Discounter an der Kasse und der Kunde vor mir bat die Verkäuferin darum, die Zigaretten zu öffnen.

Und wie von ferngesteuert (anders kann ich es gar nicht beschreiben) griff auch ich in das Regal und zog meine gewohnte XL Packung mit 30 Kippen aus dem Fach, legte sie aufs Kassenband und bezahlte meinen Einkauf samt Zigaretten. Erst draußen an der frischen Luft ist mir wirklich bewusst geworden, WAS ich da überhaupt angestellt hab. Und das Lehrgeld hab ich dann auch wirklich bezahlt und die Zigaretten dem nächstbesten Mülleimer überlassen. 

3. Gründe finden und aufschreiben

Mit dem richtigen Mindset & der Programmierung deines Unterbewusstseins hast Du schon einen großen Vorteil gegenüber anderen (Ex-)Rauchern, die Tag für Tag mit dem Verlangen nach einer Zigarette kämpfen, gewonnen.

Dennoch ist der erste Schritt bekanntlich immer der Schwierigste und damit Dir dieser noch ein klein wenig leichter fällt und Du auch in der ein oder anderen etwas stressigen oder emotionalen Phase standhaft bleibst (sollte dein Schweinehund sich doch einmal bemerkbar machen), sind starke Gründe der absolute Raketentreibstoff zum Durchhalten dieser Phasen.

Der wichtigste Punkt hierbei ist, dass Du wirklich FÜR DICH aufhören willst. Finde hierfür verdammt starke Gründe, die dich eben auch in etwas schlechteren Zeiten durchhalten lassen.

Wenn Du z. B. für deinen Partner aufhörst zu rauchen und der sich in 1-2 Jahren mit ner jüngeren Dame absetzt, dann ist das Drama bei dir wirklich perfekt: Du bist wütend/stinkig/angepisst, weil der Kerl weg ist, du machst ihm innerlich dann sehr wahrscheinlich Vorwürfe, weil Du für ihn aufgehört hast zu rauchen und dein Schweinehund tanzt im inneren Samba und erzählt dir freudig, dass Du jetzt ja wieder rauchen kannst, da der Kerl ja eh über alle Berge ist. 

Oder wenn Du für deinen Arzt aufhörst, weil er Dir sagt, dass deine Werte schlechter sind und Du durchs rauchen einiges verbessern kannst: Dann hörst Du vielleicht auf zu rauchen, aber eben nicht aus deinem eigenen Antrieb. Und wenn die Werte sich dann im vom Arzt gewünschten Rahmen verbessert haben, geb ich dir Brief und Siegel, dass sich auch hier dein innerer Schweinehund melden wird und Dir immer wieder ins Ohr flüstern wird, dass Du jetzt ja endlich wieder deine heißgeliebte Zigarette rauchen kannst.

Ich glaube Du merkst worauf ich hinaus will. Wenn Du jedoch aus EIGENEM ANTRIEB aufhören willst zu rauchen, weil z. B. Du dann mehr Luft bekommst, um mit deinen Kindern auf’m Spielplatz zu toben oder weil Du dir dann vom ersparten Geld den langersehnten Traumurlaub auf den Malediven leisten kannst, um mal so richtig vom Alltag zu entspannen, DANN und nur DANN hast Du wirklich einen für dich STARKEN Grund gefunden.

Setz dich hierzu gerne mal in aller Ruhe hin und finde für dich die richtigen Gründe, die dann am Ende dein Raktentreibstoff (deine Motivation) für ein langfristiges und glückliches Leben ohne Zigaretten sind. 

Fazit:

Aus meiner Erfahrung her ist die Schluss-Punkt-Methode bei einem erfolgreichen Rauchstopp die beste Wahl. Doch ganz gleich mit welcher Methode Du in deinen Rauchstopp gehen willst: Eine gute Vorbereitung ist ein solides Fundament für eine rauchfreies und glückliches Leben ohne Zigarette.

Schaue Dir gerne dazu auch meinen Blogartikel mit den 5 besten Tipps an, mit denen Du langfristig erfolgreich rauchfrei bleibst.

Wenn Du weitere Unterstützung bei der Vorbereitung suchst, lade ich Dich in meine kostenfreie Facebook Gruppe ein:

Du wirst sehen, wenn Du dich gut auf Deinen Rauchstopp vorbereitest, wird dieser gar nicht soooo schlimm, wie Du jetzt vielleicht noch befürchtest.

Ich wünsche Dir viel Freude beim Umsetzen,

P.S: Was ist Deine größte Erkenntnis aus diesem Blogartikel? Teile diese doch gerne hier in den Kommentaren!

ÜBER MICH

Ein erfolgreicher Rauchstopp beginnt im Kopf und es erfüllt mich mit Freude, Raucher in ein Leben frei von Zigaretten zu begleiten. Ich freue mich, wenn Du Klarheit über dein Rauchverhalten erhältst, wenn sich bei Dir der berühmte >>Klick<<-Moment einstellt und wenn Du deine letzte Zigarette ausdrückst.

Bis 2030 will ich über 100.000 Raucherin in ein Leben frei von Zigaretten verholfen haben. Wenn durch ein Wort, einen Satz, einen Gedanken oder ein Rauchfrei Coaching bei mir ein Raucher – wie Du – sagen kann: Ich bin erfolgreich rauchfrei! Das erfüllt mich!

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